Schwere Unfälle passieren täglich – auf der Straße, bei der Arbeit oder im eigenen Zuhause. Sekunden entscheiden darüber, ob eine Verletzung bleibende Folgen hat. In solchen Momenten ist eine schnelle und professionelle Versorgung immens wichtig. Das Krankenhaus Lübbecke wurde erneut erfolgreich überprüft und als lokales Traumazentrum zertifiziert. Damit haben schwerverletzte Patientinnen und Patienten weiterhin die Sicherheit, dass sie im Notfall im Krankenhaus Lübbecke bestmöglich versorgt werden.
„Die erneute Zertifizierung ist ein starkes Zeichen für die Qualität unserer Versorgung und das Engagement unseres gesamten Teams. Sie zeigt, dass wir rund um die Uhr, an 365 Tagen im Jahr, auf hohem Niveau für die Behandlung von Schwerverletzen vorbereitet sind“, betont Dr. Christian Jäger, Direktor der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie am Krankenhaus Lübbecke.
Die Zertifizierung garantiert, dass modernste medizinische Standards erfüllt werden – von der Erstversorgung im Schockraum über Notfalloperationen bis hin zur Nachsorge. Ob komplizierte Knochenbrüche, schwere Kopfverletzungen oder innere Blutungen – das Team des Traumazentrums arbeitet Hand in Hand mit Notärzten, Intensivmedizinern und Spezialisten aus anderen Fachbereichen, um Leben zu retten.
Dazu gehört unter anderem die Polytrauma-Versorgung, die Behandlung von Mehrfachverletzungen, etwa nach Verkehrsunfällen oder Stürzen aus großer Höhe.
„Es kommt beispielsweise öfter zu schweren Stürzen von Balkonen, solche Patienten weisen sehr viele und sehr schwere Verletzungen auf. Wenn diese Patienten zu uns kommen, folgt ein bis in die kleinsten Schritte vorgegebener Behandlungsablauf. Dieser Ablauf rettet Leben“, erklärt Dr. Baykurt Ekinci, Oberarzt in der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie.
Um ein Traumazentrum zu werden, müssen hohe Anforderungen erfüllt werden. Täglich 24 Stunden lang und an 365 Tagen im Jahr muss das Krankenhaus Lübbecke unter anderem folgende Ressourcen vorhalten: einen eigenen Schockraum, eine Hubschrauberlandemöglichkeit, Notfall-OP-Saalkapazitäten, OP-Instrumente zur Notfallintervention, verschiedene Blutprodukte und unterschiedlichste diagnostische Geräte. Auch personell muss rund um die Uhr ein großer Stab an Mitarbeitenden bereitstehen.
Vor Ort in der Klinik: ein Facharzt für Anästhesie, Anästhesie- und Ambulanzpflegekräfte sowie ein chirurgischer Assistenzarzt. Zusätzlich müssen sich im Hintergrund für den Notfall immer bereithalten: ein Facharzt für Unfallchirurgie, ein Facharzt für Allgemeinchirurgie sowie OP-Pflegefachpersonen. Sie müssen immer erreichbar und im Notfall innerhalb kürzester Zeit vor Ort sein. Ebenfalls erforderlich: eine 24-Stunden besetzte Intensivstation.
