Closed Loop Medication Management & Unit Dose
Die Zentralapotheke verfügt seit 2025 über eine der modernsten, leistungsstärksten und darüber hinaus auch wachstumsfähigen Unit Dose-Anlagen in Norddeutschland. Das CLMM wird seit 2025 systematisch in den Mühlenkreiskliniken ausgerollt. Daneben sollen in der Perspektive auch weitere Krankenhäuser anderer Trägerschaften mit dieser Technologie versorgt werden und von der Erhöhung der Arzneimittelsicherheit und der Entlastung der Pflegefachpersonen profitieren.
Closed Loop Medication Management (CLMM) beschreibt einen geschlossenen, digitalisierten Medikationsprozess, bei dem die Arzneimitteltherapiesicherheit für die angeschlossenen Stationen im Wesentlichen durch vier Aspekte erhöht wird.
Erstens erfolgt die ärztliche Verordnung der Medikation rein digital in der elektronischen Akte. Hierdurch sinkt das Risiko von Übertragungsfehlern.

Zweitens erfolgt eine lückenlose Gegenprüfung aller angeordneten Medikamente durch einen klinischen Pharmazeuten. Dieser richtet sein Augenmerk auf eventuell erforderliche Anpassungen der Arzneimitteltherapie – seien es Dosisanpassungen, Änderungen wegen Wechselwirkungen zwischen Arzneimitteln oder auch Optimierungen in der Darreichungsform. Erst nachdem diese Prüfung durchlaufen ist, wird eine Bereitstellung der Medikamente an den Patienten freigegeben.
Dies führt zum dritten Aspekt des CLMM – die Unit Dose-Versorgung. Der Großteil unserer Medikamente werden in Tablettenform verabreicht. Die Tabletten werden bislang durch Pflegefachpersonen händisch gestellt, teils mehrere Hundert Tabletten auf einer Station pro Tag und mit erheblichem Zeitbedarf.

Auf CLMM-Stationen wird das Tablettenstellen nun weitgehend durch die Zentralapotheke übernommen. Die Tabletten werden in so genannten Unit Doses patientenbezogen bereitgestellt.
Die Unit Doses sind kleine dicht verschweißte Plastikbeutel, die das Medikament enthalten und mit allen erforderlichen Informationen wie Inhalt, Patientenname und Einnahmezeitpunkt bedruckt sind. Eine Verwechslungsgefahr sinkt damit immens.
Im vierten Schritt des CLMM werden diese Informationen nun systematisch genutzt. Im Moment der Medikamentengabe kann die Pflegefachperson auf CLMM-Stationen mittels Scanner den Unit Dose-Beutel mit dem Barcode auf Patientenarmband- oder Patientenetikett zusammenbringen. Jetzt erfolgt eine automatische Kontrolle, die sich zusammenfassen lässt: Ist es das richtige Medikament, zur richtigen Zeit, für den richtigen Patienten.
Ansprechpartnerin:

Katja Knepper
Apothekerin
Fachapothekerin für Klinische Pharmazie, Infektiologie
Teamleitung Unit Dose
Telefon: 05 71 / 7 90 5 49 16
E-Mail: Katja.Knepper[at]muehlenkreiskliniken[dot]de
