Schenkelbruch

Schenkelbrüche gehören zu den Brüchen der Leistenregion. Die Bruchpforte liegt jedoch unterhalb des Leistenbandes (im Gegensatz zum Leistenbruch).

Während Schenkelhernien beim Mann sehr selten sind, ist bei der Frau jeder 10. Bruch der Leistenregion eine Schenkelhernie. Bedingt durch die relativ kleine Bruchpforte findet sich bei einer Schenkelhernie oft keine typische Vorwölbung unter der Haut.

Zur Diagnoseerstellung ist neben dem tastenden Finger des erfahrenen Chirurgen oft die Ultraschalluntersuchung hilfreich. Tückischerweise kommt es bei Schenkelhernien häufiger zu einer Einklemmung als bei Leistenbrüchen. Schenkelhernien gehen häufiger mit Schmerzen einher als Leistenbrüche. Die Beschwerden bzw. Schmerzen strahlen meist in Richtung Oberschenkelinnenseite aus.

Die operative Behandlung erfolgt wie beim Leistenbruch, vorzugsweise in minimal-invasiver Technik (Schlüsselloch-Technik). Da herkömmlich operierte Schenkelbrüche zu Rückfällen neigen, verschließen wir die Bruchpforte in der Regel mit einem Kunststoffnetz.