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EPZmax: Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung

Das Team des Endoprothetikzentrums der Universitätsklinik für Allgemeine Orthopädie um Prof. Dr. Christian Götze (5.v.l.)


Liebe Patientinnen und Patienten,

als Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung (EPZmax) haben wir uns die optimale operative Versorgung von Patienten mit verschleißbedingten Gelenkerkrankungen zum Ziel gesetzt.

Mit dem Ziel, die Patientensicherheit und Qualität stetig zu optimieren ist die Auguste Viktoria Klinik seit Oktober 2016 von „ClarCert‟ als Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung zertifiziert. Es wird das gesamte Spektrum des künstlichen Gelenkersatzes abgedeckt und Endoprothesen nach neuesten medizinischen Erkenntnissen von besonders erfahrenen Ärzten implantiert. 

In Deutschland werden jährlich circa 400.000 künstliche Hüft- und Kniegelenke implantiert. Um hierbei eine hohe Qualität der Patientenversorgung sicherzustellen, sind strukturierte Behandlungswege und ein erfahrenes Team notwendig. Dieses wird durch eine externe und unabhängige Zertifizierungsstelle (ClarCert) jährlich kontrolliert. Hierbei handelt es sich um das weltweit erste Zertifizierungssystem im Bereich der Endoprothetik. Es wurde von der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC) entwickelt. Kliniken können sich seit 2012 als Endoprothetikzentrum (EPZ) oder als Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung (EPZmax) zertifizieren lassen. Bei der Zertifizierung wird der Schwerpunkt auf garantierte Mindestmengen an Operationen, strenge Qualitätsindikatoren sowie die hohe Sicherheit der Patienten mit festgelegten Behandlungspfaden gelegt.

Garantierte Mindestmengen
Jede Operation wird durch einen zertifizierten Hauptoperateur durchgeführt oder begleitet. Als zertifizierter Hauptoperateur kann nur zugelassen werden, wer jährlich mindestens 50 eingesetzte Prothesen in den letzten zwei Kalenderjahren nachweisen kann. Unser Zentrum setzt pro Jahr etwa 900 Kunstgelenke ein.

Strenge Qualitätsindikatoren
Durch die Zertifizierungsstelle werden strenge Qualitätsindikatoren vorgegeben. Diese werden jährlich durch unabhängige Fachexperten überprüft. Falls Komplikationen auftreten, werden diese erfasst und ausgewertet. Durch die ständige Kontrolle der eigenen Arbeit sowie regelmäßigen Besprechungen der Fälle im Team, wird die Qualität der Arbeit kontinuierlich verbessert. Wenn ein zertifizierter Hauptoperateur die Qualitätskriterien nicht mehr erfüllt, verliert er seinen Status. In nicht zertifizierten Kliniken sind keine einheitlichen und vergleichbaren Qualitätskriterien definiert, externe Überprüfungen finden nicht statt.

Überprüfbare Standards der Aus-, Weiter- und Fortbildung aller beteiligten Berufsgruppen
Es erfolgen regelmäßige Schulungen aller Mitarbeiter im Umgang mit den verwendeten Implantaten. Die ärztlichen Mitarbeiter werden planmäßig und konsequent aus- und weitergebildet. Durchführung einer konsequenten Aus- und Weiterbildung der ärztlichen Mitarbeiter und regelmäßige Fortbildungen im Bereich der Endoprothetik sind nachzuweisen.

Hohe Sicherheit der Versorgung
Für unsere Patienten ergibt sich die Versorgungssicherheit aus der Einhaltung hoher operativer Standards, aus strengen Standards im Bereich der Hygiene, der Sicherheit von Medizinprodukten und aus der konsequenten Umsetzung rechtlicher Vorgaben.
Es besteht eine geregelte Zusammenarbeit der im Behandlungsablauf beteiligten Abteilungen. In das Behandlungskonzept sind unter anderem die Radiologie, Anästhesie, der Sozialdienst, die Physiotherapie, Orthopädietechnik sowie bei Bedarf die Innere Medizin, Mikrobiologie, Pathologie, Strahlentherapie und Gefäßchirurgie fest eingebunden. Durch dieses interdisziplinäre Netzwerk mit definierten Behandlungspfaden ist eine Versorgung der Patienten auf höchster Stufe möglich.
Unserem Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung (EPZmax) sind mehrere Endoprothetikzentren (EPZ) angeschlossen. Sollte es in den angeschlossenen Zentren zu Komplikationen oder Schwierigkeiten bei der Patientenversorgung kommen, können die Patienten in unser EPZmax verlegt werden. Somit ist die optimale Versorgung auch in schwierigen Fällen sichergestellt. In unserem Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung ist daher eine operative Versorgung der Patienten rund um die Uhr sichergestellt. Die Betreuung unserer Patienten auf der Intensivstation wird an sieben Tage der Woche 24 Stunden garantiert.

Endoprothesenregister Deutschland (EPRD)
Eine Voraussetzung für die Zertifizierung ist die Teilnahme am Endoprothesenregister Deutschland.
Das Endoprothesenregister Deutschland geht auf eine Initiative der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC) zurück und wird vom AOK-Bundesverband, dem Verband der Ersatzkassen e.V., dem Bundesverband Medizintechnologie e.V., dem Bundesverband Medizintechnologie e.V. und dem BQS Institut für Qualität und Patientensicherheit unterstützt.
Die Patientendaten (OP-Datum, Prothesentyp) werden an eine bundesweite Registerstelle übermittelt. Die Übermittlung der Daten erfolgt anonymisiert, es besteht keine Teilnahmepflicht. Zukünftig können so Aussagen zur Haltbarkeit von Prothesen und weitere Aspekte der Behandlung beurteilt werden.