Informationen zur Hysterektomie (Gebärmutterentfernung)

Sehr geehrte Patientin,

Sie sind in unsere Klinik eingewiesen worden, um Ihre Gebärmutter entfernen zu lassen. Abhängig vom vorliegenden Befund gibt es unterschiedliche Operationsmethoden:

  • Gebärmutterentfernung durch Bauchschnitt (abdominale Hysterektomie)
  • Gebärmutterentfernung durch die Scheide (vaginale Hysterektomie)
  • Gebärmutterentfernung durch Bauchspiegelung und Scheide (LAVH laparaskopisch assistierte vaginale Hysterektomie)
  • Gebärmutterentfernung durch Bauchspiegelung (TLH- totale laparoskopische Hysterektomie)
  • Entfernung des Gebärmutterkörpers durch Bauchspiegelung (LASH – laparoskopische suprazervikale Hysterektomie)

Zusammen mit Ihnen, werden wir die beste Behandlungsmethode für Sie finden.

Im Rahmen der ärztlichen Vorstellung wird:

  • Ihre Krankengeschichte erhoben
  • eine körperliche Untersuchung sowie eine Ultraschalluntersuchung erfolgen
  • die OP-Methode besprochen und ein Operationstermin vereinbart
  • ein Gespräch mit dem Narkosearzt bzw. Ihrer Narkoseärztin stattfinden
  • ggf. weitere Voruntersuchungen veranlasst z. B. Blutentnahme, EKG oder Röntgen der Lunge

 

Stationärer Behandlungsablauf

Stationäre Aufnahme (Aufnahmetag = Operationstag):
Sie müssen nüchtern kommen. Verabreichung einer Beruhigungstablette. Rasur, falls nicht bereits durch Sie selbst erfolgt.

Operation:
Bitte haben Sie Verständnis, dass sich der vorgeplante Operationszeitpunkt auch einmal durch Notfälle oder andere Umstände verschieben kann.

1. Tag nach der Operation:
Mobilisation, Wundheilung und Erholung, Information über den OP-Verlauf. Informieren Sie uns bitte über Schmerzen!

3. bis 6. Tag: Entlassung
(Je nach OP-Methode und wie schnell Sie sich erholen.)
Am Tag der Entlassung erfolgt eine Abschlussuntersuchung. Während eines Arztgespräches können Sie mögliche Fragen stellen. Sie erhalten einen Arztbrief zur Vorlage bei Ihrem weiterbehandelnden Arzt, der Sie bei Bedarf arbeitsunfähig
schreibt.

Postoperative Verhaltensempfehlungen:

  • In den ersten 6 Wochen nach der OP sollten Sie keine Last über 5 kg heben oder tragen, nicht schwimmen oder baden
  • Keinen Leistungssport betreiben
  • Ausgiebige Spaziergänge, Radfahren in der Ebene nach 1 – 2 Wochen, langsam steigern
  • Keine Tampons verwenden (Infektionsgefahr)
  • Geschlechtsverkehr für ca. 4 Wochen aussetzen
  • Leichte Blutungen in den ersten Tagen nach der Operation sind normal, ebenso Wundsekretion bis zu etwa 4 Wochen
  • Die Dauer der Arbeitsunfähigkeit legt Ihre Frauenärztin/ Ihr Frauenarzt fest

Folgen der Gebärmutterentfernung

  • Ausbleiben der Regelblutung
  • Unfruchtbarkeit
  • Das Sexualleben bleibt durch den Eingriff normalerweise unbeeinflusst.
  • Die Hormonproduktion erfolgt weiterhin durch die Eierstöcke. Falls die Entfernung beider Eierstöcke aus besonderen Gründen zusätzlich erforderlich war, sind Wechseljahresbeschwerden die Folge.

 

Nach dem Eingriff

Selbstverständlich sind wir für Fragen und bei Problemen über Ihren stationären Aufenthalt hinaus jederzeit für Sie erreichbar.

Station 7 Ost: 0 57 41 / 35 37 11 (Montag bis Freitag, 6 bis 18 Uhr)
Station 7 West: 0 57 41 / 35 37 01 (jederzeit)
Sekretariat: 0 57 41 / 35 12 00 (8.30 bis 16.30 Uhr)

Für Ihre weitere Genesung wünschen wir Ihnen alles Gute und hoffen, dass Sie durch die Operation wieder ein Stück mehr Lebensqualität gewinnen werden.

Ihr Team der Frauenklinik Lübbecke

 

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