Willkommen in der urologischen Abteilung des Roboticum Lübbecke
Unsere Klinik verbindet moderne Medizin mit innovativer Technologie. Als Teil eines spezialisierten Robotikzentrums bieten wir Ihnen ein breites Spektrum urologischer Behandlungen auf höchstem medizinischem Niveau.

Mit dem da-Vinci-Operationssystem können wir eine Vielzahl urologischer Eingriffe besonders präzise, schonend und minimal-invasiv durchführen. Diese moderne Technik unterstützt den Operateur bei komplexen Operationen und ermöglicht ein sehr genaues Arbeiten selbst in empfindlichen anatomischen Bereichen.
Für Sie als Patient bedeutet das häufig: weniger Belastung für den Körper, geringerer Blutverlust, weniger Schmerzen nach der Operation und eine schnellere Erholung.
In unserer Abteilung können eine Vielzahl urologische Operationen robotisch-assistiert durchgeführt werden, darunter:
- die Entfernung der Prostata bei Krebs - Prostatektomie (nervenschonend)
- die Entfernung der Harnblase bei Krebs - Zystektomie mit anschließender Harnableitung ohne großen Hautschnitt
- die Entfernung von Nierenanteilen oder der gesamten Niere bei Krebs – Nierenteilresektionen bzw. Nephrektomien
- die Entfernung einer Niere inkl. zugehörigem Harnleiter – Nephroureterektomien
- die Entfernung von Nierenzysten
- Harnleiterneueinpflanzungen mit Psoas Hitch und Boari-Plastik
- Harnleiterteilresektionen
- Nierenbeckenplastiken
- Lymphozelenfensterung
- Die Entfernung von Blasendivertikeln
- Y-V-Plastiken
- Metastasenresektionen
- Lymphadenektomien
- und Weitere

Im Folgenden informieren wir Sie über ausgewählte Erkrankungen und Operationsverfahren, die wir robotisch-assistiert durchführen.
Dabei stehen Ihre Sicherheit, Ihre individuelle Situation und eine persönliche Beratung stets im Mittelpunkt.
Ihr
Dr. med. Gregor Halbert
Direktor der Klinik für Urologie, robotisch-assistierte Urologie und Uro-Onkologie
Erkrankungen und Behandlungen
Das Prostatakarzinom ist die häufigste Krebserkrankung des Mannes. Wird die Erkrankung frühzeitig erkannt, bestehen sehr gute Behandlungsmöglichkeiten. Welche Therapie im individuellen Fall die richtige ist, hängt unter anderem vom Tumorstadium, den Eigenschaften des Tumors, dem Alter und den persönlichen Wünschen des Patienten ab.
Im Roboticum Lübbecke bieten wir die robotisch-assistierte radikale Prostatektomie mit dem da Vinci-Operationssystem an. Dabei wird die Prostata einschließlich der Samenblasen vollständig entfernt. Abhängig von der individuellen Tumorsituation können zusätzlich die Lymphknoten im Becken entfernt werden.
Das da Vinci-System ermöglicht dem Operateur eine hochauflösende, dreidimensionale Sicht auf das Operationsgebiet sowie sehr präzise Bewegungen der Instrumente. Dadurch können auch feine anatomische Strukturen dargestellt und gezielt geschont werden.
Nerverhaltende Operation mit LaserSAFE
Wenn es die individuelle Tumorsituation erlaubt, versuchen wir, die unmittelbar an der Prostata verlaufenden und für die Erektionsfähigkeit wichtigen Nervenstrukturen zu erhalten. Dabei steht die sichere Entfernung des Tumors immer an erster Stelle.
Mit LaserSAFE setzen wir im Roboticum Lübbecke ein modernes Verfahren zur intraoperativen Kontrolle der Schnittränder ein. Es verbindet die Präzision der robotisch-assistierten Operation mit einer unmittelbaren histologischen Untersuchung des entnommenen Gewebes.
Nach der Entfernung der Prostata werden relevante Gewebebereiche noch während der laufenden Operation histologisch untersucht. Hierfür steht im Krankenhaus Lübbecke mit dem Histolog® Scanner von SamanTree Medical eine hochmoderne Technologie zur digitalen Darstellung von Gewebe zur Verfügung. Die Oberfläche der Prostata wird unmittelbar vor Ort digitalisiert und kann durch die Pathologie beurteilt werden. Der Operateur erhält dadurch noch während des Eingriffs eine Rückmeldung, ob sich am untersuchten Schnittrand Tumorzellen befinden.
Ist der untersuchte Schnittrand tumorfrei, kann dies einen möglichst weitgehenden Erhalt der angrenzenden Nervenstrukturen unterstützen. Werden dagegen Tumorzellen nachgewiesen, kann noch während derselben Operation gezielt weiteres Gewebe entfernt werden.
LaserSAFE verbindet damit die größtmögliche Sicherheit bei der Tumorentfernung mit dem Ziel eines bestmöglichen Erhalts wichtiger funktioneller Strukturen.

Modernste digitale Histologie direkt im Operationsablauf
Der im Roboticum Lübbecke eingesetzte Histologie-Scanner ermöglicht es, die für LaserSAFE benötigte Prostataoberfläche unmittelbar vor Ort hochauflösend zu digitalisieren. Dadurch kann die histologische Beurteilung eng in den Ablauf der robotisch-assistierten Prostatakrebsoperation integriert werden.
Zum Zeitpunkt seiner Einführung war das Krankenhaus Lübbecke erst das vierte Krankenhaus in Deutschland, das diese innovative Technologie einsetzt.
Ihre Vorteile
Die robotisch-assistierte Prostatakrebsoperation im Roboticum Lübbecke bietet:
- präzise und gewebeschonende Operation mit dem da Vinci-System
- hochauflösende dreidimensionale Sicht auf das Operationsgebiet
- kleine Zugangswege und damit eine in der Regel schnelle postoperative Erholung
- Möglichkeit zum individuellen Erhalt der für die Erektionsfähigkeit wichtigen Nervenstrukturen
- LaserSAFE mit intraoperativer histologischer Kontrolle der Schnittränder (zusätzliche Sicherheit bei der Beurteilung der Tumorränder noch während der laufenden Operation)
- enge Zusammenarbeit zwischen Urologie und Pathologie
- individuelle Therapieplanung und persönliche Betreuung durch unser spezialisiertes Team
Unser Ziel ist eine moderne und individuell auf den Patienten abgestimmte Behandlung des Prostatakarzinoms, bei der onkologische Sicherheit und der bestmögliche Erhalt von Lebensqualität gleichermaßen berücksichtigt werden.ACHTUNG: Externer Absender. Klicken Sie erst dann auf Links oder Anhänge, nachdem Sie die Vertrauenswürdigkeit geprüft haben.
Robotisch-assistierte Prostataadenomenukleation (RAPAE) – was bedeutet das?
Bei der RAPAE (robotisch-assistierte Prostataadenomenukleation) wird eine gutartig stark vergrößerte Prostata mit Hilfe eines Operationsroboters von innen ausgeschält. Der Roboter ermöglicht dabei besonders präzises und schonendes Arbeiten. Dieses Verfahren wird vor allem dann angewendet, wenn die Prostata sehr groß ist.
Was können Sie erwarten?
- Der Urin kann nach der Operation wieder besser fließen.
- Beschwerden wie häufiger Harndrang, schwacher Strahl oder Restharn bessern sich deutlich.
- Schmerzen sind meist gering, da die Operation minimal-invasiv durchgeführt wird.
- Ein Blasenkatheter ist für einige Tage nötig.
- Der Krankenhausaufenthalt ist in der Regel kurz.
- Die meisten Patienten erholen sich rasch und können bald wieder aktiv am Alltag teilnehmen.
Dieses Verfahren verbindet die Vorteile der Schlüssellochchirurgie mit einer sehr genauen Entfernung des überschüssigen Prostatagewebes.
Nierenkrebs verursacht oft lange keine Beschwerden und wird häufig zufällig entdeckt. Wir klären den Befund mit bildgebenden Verfahren und beraten Sie zu den bestmöglichen Behandlungsschritten – bis hin zur organerhaltenden Operation, wenn möglich. Eine solche Operation bieten wir unseren Patienten, wann immer möglich, robotisch-assistiert an.
Ein zusätzlicher Vorteil unserer modernen Ausstattung ist der Einsatz eines hochauflösenden intraoperativen Ultraschallgeräts. Über einen der minimal-invasiven Zugänge kann dabei eine spezielle Ultraschallsonde direkt an die Niere herangeführt werden. So lässt sich während der Operation unmittelbar ein Ultraschallbild der Niere erzeugen. Dies ermöglicht es, auch Tumore, die keinen Kontakt zur Nierenoberfläche haben, präzise zu lokalisieren und besonders gezielt sowie schonend zu entfernen.
Robotisch-assistierte Nierenchirurgie – was bedeutet das?
Bei der robotisch-assistierten Nierenchirurgie wird ein Eingriff an der Niere mit Hilfe eines Operationsroboters durchgeführt. Der Roboter unterstützt den Operateur dabei, besonders präzise und schonend zu arbeiten.
Wenn möglich, wird dabei nur der erkrankte Teil der Niere entfernt und der gesunde Teil erhalten. Dies nennt man eine nierenerhaltende Operation. So bleibt möglichst viel Nierenfunktion erhalten.
Was können Sie erwarten?
- Die Operation erfolgt minimal-invasiv („Schlüssellochtechnik“) mit kleinen Hautschnitten.
- Der Blutverlust während der Operation ist deutlich geringer.
- Nach der Operation treten meist weniger Schmerzen auf.
- Wunden heilen besser, Infektionen sind selten.
- Die kleinen Schnitte hinterlassen nur unauffällige Narben.
- Sie können sich nach dem Eingriff schneller wieder bewegen.
- Der Aufenthalt im Krankenhaus beträgt meist nur wenige Tage.
- Insgesamt erholen sich die meisten Patienten schneller und fühlen sich früher wieder belastbar.
Dieses moderne Verfahren verbindet hohe Sicherheit mit Schonung der Niere und einer schnellen Genesung.
Bei einer Nierenbeckenabgangsenge ist der Abfluss des Urins von der Niere in den Harnleiter verengt. Dadurch staut sich der Urin in der Niere, was Schmerzen, Infekte oder eine Verschlechterung der Nierenfunktion verursachen kann.
Wie läuft die Operation ab?
Die Engstelle wird in einer sogenannten robotisch-assistierten Nierenbeckenplastik beseitigt. Dabei unterstützt ein Operationsroboter den Chirurgen: Durch kleine Schnitte im Bauchraum wird die enge Stelle entfernt und der Harnleiter neu mit dem Nierenbecken verbunden. Zur Heilung wird vorübergehend eine Harnleiterschiene (Doppel-J-Katheter) eingelegt, die nach einigen Wochen wieder entfernt wird.
Was können Sie erwarten?
Die Operation ist in der Regel schonend, mit weniger Schmerzen und einer schnelleren Erholung als bei einem offenen Eingriff. Nach dem Eingriff bleiben Patienten meist wenige Tage im Krankenhaus. Ziel ist ein dauerhafter, freier Urinabfluss und damit die Erhaltung der Nierenfunktion.
Blasenkrebs entsteht, wenn sich in der Blase bösartige Zellen bilden. Oft zeigt er sich durch Blut im Urin oder häufigen Harndrang. Wir untersuchen die Blase schonend mit einer Kamera, um Veränderungen genau zu erkennen. Falls nötig, entfernen wir das erkrankte Gewebe operativ über die Harnröhre.
Wird der Blasenkrebs in einem fortgeschrittenen Stadium festgestellt und kann nicht mit einer Operation über die Harnröhre ausreichend behandelt werden kann es erforderlich sein die gesamte Harnblase zu entfernen. Dies Art der Operation bieten wir unseren Patienten u.a. mit Unterstützung eines Da-Vinci- Operationsroboters an.
Diese moderne Methode ist für viele Patienten schonender als eine offene Operation und bringt einige Vorteile mit sich:
- Die Operation erfolgt minimal-invasiv („Schlüssellochtechnik“) mit kleinen Hautschnitten.
- Der Blutverlust während der Operation ist deutlich geringer.
- Nach der Operation treten meist weniger Schmerzen auf.
- Wunden heilen besser, Infektionen sind selten.
- Die kleinen Schnitte hinterlassen nur unauffällige Narben.
- Sie können sich nach dem Eingriff schneller wieder bewegen.
- Der Aufenthalt im Krankenhaus ist meist kürzer.
- Insgesamt erholen sich die meisten Patienten schneller und fühlen sich früher wieder belastbar.
Viele Patienten empfinden diese Art der Operation deshalb als angenehmer und sicherer.
Lernen Sie das Klinikteam kennen

Dr.
Gregor Halbert
Direktor Klinik für Urologie, robotisch-assistierte Urologie und Uro-Onkologie
Schwerpunkte: roboterassistierte Chirurgie (DaVinci®), LDR-Brachytherapie der Prostata, medikamentöse Tumortherapie

Sabine Meyring
Chefarztsekretariat
Telefon: 0 57 41 / 35 13 00
E-Mail: urologie-luebbecke[at]muehlenkreiskliniken[dot]de

Dr.
Peter Kläs
Leitender Oberarzt
Facharzt für Urologie, Kinderurologie und operative Uro-Onkologie
Schwerpunkte: Endourologie/Urolithiasis, medikamentöse Tumortherapie, Neurourologie, Botoxbehandlung

Heike Hopmann-Witte
Oberärztin
Fachärztin für Urologie
Schwerpunkte: Endourologie/Urolithiasis, Kinderurologie, Urogeriatrie

Dr.
Sebastian Heitkamp
Oberarzt
Roboterassistierte Chirurgie (DaVinci)
Medikamentöse Tumortherapie
Endourologie/Urolithiasis

Sangheuk Kong
Assistenzarzt
Facharzt für Urologie

Ahmed Arafat Tabark Ibraheem
Assistenzarzt

Abdallah Shatnawi
Assistenzarzt

Yaman Sultan
Assistenzarzt / Stellv. Zentrumskoordinator
Prostatakarzinomzentrum

Muhammad Nour Zidan
Assistenzarzt

Nicole Krause
Study-Nurse

Manuela Meyer
Admin-Team

Anke Teismann
Admin-Team

Sandra Brinkmann
Urologische Ambulanz

Petra Heitkamp
Urologische Ambulanz

Andreas Meier
Urologische Ambulanz
