Karrierestart

Ausbildung zum*zur
Rettungssanitäter*in

Ob auf der Feuer- oder Rettungswache, im Sanitätsdienst einer Hilfsorganisation, im freiwilligen sozialen Jahr oder im Nebenberuf – die Ausbildung zum*zur Rettungssanitäter*in (m/w/d) richtet sich an alle Interessierten der Notfallmedizin.

Über die Ausbildung

Die Aufgaben eines*einer Rettungssanitäter*in sind umfangreich und erwarten eine hohe Bereitschaft, diese verantwortungsvoll zu erfüllen. Sie umfassen die Versorgung von Verletzten und erkrankten Personen. Rettungssanitäter*innen stellen die Transportfähigkeit von Patient*innen sicher, betreuen diese als Transportführer*in im Krankenwagen oder assistieren dem*der Notfallsanitäter*in innerhalb der Notfallrettung am Einsatzort.

Die Ausbildung beinhaltet fünf Teilbereiche und umfasst 520 Stunden

Im ersten Teilbereich der Ausbildung findet ein Fachlehrgang innerhalb der Akademie für Gesundheitsberufe in Minden mit 240 Unterrichtseinheiten zu je 45 Minuten statt. 
Die theoretische Ausbildung umfasst relevante Aspekte der Organisation und Einsatzführung im Rettungsdienst. Die Grundlagen der Anatomie und Physiologie des menschlichen Körpers in Bezug auf die allgemeine Krankheitslehre und die der Traumatologie sowie Maßnahmen in der Geburtshilfe und der Pädiatrie werden vermittelt.

Die praktische Ausbildung ist auf die spätere Tätigkeit des*der Rettungssanitäter*in ausgerichtet. Mit einer praxisnahen Simulation werden in den Trainingsräumen der Akademie theoretisch vermittelte Lerninhalte gefestigt und vertieft. Dazu stehen Praxisanleiter*innen sowie Darsteller*innen aus einer Mimengruppe zur Verfügung.

Im zweiten Teilbereich erfolgt ein 80 Stunden umfassendes Klinikpraktikum. Begleitet von erfahrenem Fachpersonal werden Einsätze auf der Intensivstation, in der Ambulanz und der Anästhesie absolviert, um erworbene theoretische Grundlagen in der Patientenversorgung zu beobachten, anzuwenden und zu vertiefen.

Im dritten Teilbereich der Ausbildung folgt ein 160 Stunden umfassendes Praktikum innerhalb einer Lehrrettungswache. Hier werden bereits erworbene Kenntnisse in der Notfallversorgung unter alltäglichen Einsatzbedingungen in einem Rettungswagen und auf der Rettungswache angewendet und weiterentwickelt.

Im vierten Teilbereich findet ein umfassender Abschlusslehrgang mit 40 Unterrichtseinheiten zu je 45 Minuten statt. Angelehnt an die vorherigen Teilbereiche werden die bislang erworbenen Kenntnisse in Theorie und Praxis miteinander verknüpft und in der Simulation kompetenzorientiert angewendet und trainiert. 

Im fünften Teilbereich findet die staatliche Prüfung statt. Die schriftliche Prüfung ist unter Aufsicht abzulegen. Die fachpraktische Prüfung besteht aus zwei Fallbeispielen und beinhaltet ein anschließendes Fachgespräch. 

Ausbildungsbeginn und Voraussetzungen

Beginn: Jeweils der erste Montag im August eines Kalenderjahres

Bewerbungsfrist: Bis spätestens acht Wochen vor Lehrgangsbeginn

Ausbildungskosten: Auf Anfrage per E-Mail an akademie@muehlenkreiskliniken.de

Zulassungsvoraussetzungen:

  • Mindestalter: vollendetes 17. Lebensjahr 
  • Hauptschulabschluss oder eine abgeschlossene Berufsausbildung (beglaubigte Zeugniskopie)
  • Ärztliche Bescheinigung über die physische und psychische Eignung (nicht älter als 3 Monate)
  • Amtliches Führungszeugnis: Belegart N (nicht älter als 3 Monate)
  • Kopie eines gültigen Identitätsnachweises (Personalausweis oder Reisepass)
  • Kopie Impfausweis (vollständige Immunisierung COVID- 19, Weiteres siehe betriebsärztlicher Nachweis)
  • Erste-Hilfe-Grundausbildung (nicht älter als 1 Jahr)

Zulassungsvoraussetzungen zur Durchführung der praktischen Ausbildung:

Benötigt wird der betriebsärztliche Nachweis einer ArbMedVV nach § 4 Pflichtvorsorge (Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge). Diese Untersuchung sollte für ausreichenden Impfschutz drei Monate vor Beginn des Praktikums durchgeführt werden und zu Lehrgangsbeginn vorliegen. 
Nachfolgende Bestandteile müssen zwingend in den Unterlagen enthalten sein:

  • Eine gültige Vorsorgebescheinigung nach ArbMedVV (ehemals G24 und G42)
  • Untersuchungsbefunde der Antikörper Hepatitis A, B und C 
  • TBC-Status
  • Antikörperbestimmung Masern, Mumps, Röteln sowie Windpocken
  • Ausreichender Impfschutz von Tetanus, Diphtherie und Polio
  • Impfung gegen Pertussis (Keuchhusten)
  • Ein Quantiferon-Test (Tuberkulose) für den Einsatz in der Zentralen Notaufnahme

Alle Impfungen müssen vorhanden sein oder ggf. aufgefrischt werden. Die Überprüfung der erforderlichen Impfungen findet gemäß Ständiger Impfkommission (STIKO) durch die Arbeitsmedizin statt (keine hausärztliche Impfbescheinigung oder ärztliches Attest).

Stand Mai 2022

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Für Rettungs- und Notfallsanitäter*innen zählt jede Minute. Wir sind da, wenn es um Leben und Tod geht.
– Julia Schäffer
Klinikfinder