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26.03.2019

Universitätsklinik für Allgemeine Orthopädie ausgezeichnet

Erfolgreich zum Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung zertifiziert

900 künstliche Gelenke aller Art werden in der Auguste-Viktoria-Klinik jährlich eingesetzt. Hier operiert Professor Dr. Christian Götze umringt von Kollegen und Operationstechnischen Assistenten. Die Operationen dauern in der Regel mehrere Stunden.


Professor Dr. Christian Götze, Direktor der Universitätsklinik für Allgemeine Orthopädie an der Auguste-Viktoria-Klinik (AVK), ist selbst Senior-Hauptoperateur des Endoprothetikzentrums.

Operationen am Knie und an der Hüfte gehören für Professor Dr. Christian Götze, Direktor der Universitätsklinik für Allgemeine Orthopädie an der Auguste-Viktoria-Klinik (AVK), und sein Team zu den Routineoperationen. Die Klinik wurde jetzt als „Endoprothetikzentrum (EPZ) der Maximalversorgung“ rezertifiziert. Das Prüfsiegel der höchsten Stufe zeichnet Kliniken aus, die besonders hohe Qualitätskriterien beim Thema Kunstgelenk erfüllen. Die Universitätsklinik behandelt jährlich etwa 900 Patienten mit künstlichem Hüft- oder Kniegelenk. Mit ihrer Zertifizierung will die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie Patienten unterstützen, ausgezeichnete Kliniken mit endoprothetischer Versorgung zu finden. 

„Für uns stehen Patientensicherheit und das Wohl unserer Patientinnen und Patienten und somit das optimale Operationsergebnis immer im Fokus. Ein Zertifikat dieser Güte zu erlangen, macht uns stolz und ist gleichzeitig ein Beleg für eine stets hochwertige medizinische aber auch pflegerische und organisatorische Arbeit “ erklärt Direktor Götze.  „Neben Behandlungsstandards wurden auch die interdisziplinäre Zusammenarbeit der einzelnen Abteilungen und Berufsgruppen sowie die stetige Begleitung und Information der Patienten beurteilt“, sagt Oberarzt und Senioroperateur Helge Gührs. Regelmäßige Schulung der beteiligten Mitarbeiter und eine jährliche externe Überprüfung sind weitere Kriterien. Auch die Anzahl der durchgeführten Operationen spielt eine Rolle. „Gefordert sind 100 pro Jahr, wir haben bei uns einschließlich der Wechseloperationen im Durchschnitt 900 Hüft- und Kniegelenks-Endoprothesen-Operationen“, berichtet der Oberarzt.

Die Zertifizierung sei vor allem aber Ansporn, diese Qualität zu halten und weiter zu verbessern. Rund 400.000 Patienten erhalten in Deutschland jährlich ein künstliches Gelenk, eine sogenannte Endoprothese. Diese Implantationen zählen zu den am häufigsten durchgeführten orthopädischen Operationen. Dabei werden etwa 210.000 Hüft- und 165.000 Kniegelenke ersetzt.

Über das Zertifikat 
Die Einstufung „EndoProthetikZentrum der Maximalversorgung“ ist bundesweit die höchste fachspezifische Zertifizierungsstufe, die durch die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie vergeben wird. Im Rahmen von ein- bis zweitägigen Qualitätsaudits werden durch unabhängige Experten vor Ort beispielsweise

  • das Leistungsspektrum in Diagnostik, Pflege und Therapie
  • die Anzahl der jährlich durchgeführten Eingriffe bezogen auf unterschiedliche Indikationen
  • strukturelle Faktoren bei der Patientenversorgung (Ausstattung, Bettenzahl, Anzahl und Qualifikation der Mitarbeiter, etc.)
  • und auch die Teilnahme der behandelnden Fachärzte an Fort- und Weiterbildungen sowie deren wissenschaftliche Aktivitäten geprüft und bewertet.

Um die Qualität dauerhaft zu gewährleisten, wird die Zertifizierung alle zwölf Monate wiederholt. Die AVK ist das einzige zertifizierte Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung im Kreis Minden-Lübbecke und weit darüber hinaus.