Universitätsklinik für Neurologie und Neurogeriatrie

Die Universitätsklinik für Neurologie und Neurogeriatrie am Johannes Wesling Klinikum Minden betreut über 3.500 Patienten jährlich auf zwei Allgemeinstationen, einer Neurologischen Intensivstation, einer überregionalen Schlaganfallstation (Stroke Unit) und auf zwei geriatrischen Stationen.

Die Versorgung ambulanter neurologischer Patienten erfolgt in verschiedenen Ambulanzen sowie im Konsiliar- und Notfalldienst. Das ärztliche und pflegerische Team wird von speziell auf die Bedürfnisse neurologischer Patienten geschulten Physiotherapeuten, Logopädinnen, Ergotherapeuten, Diätassistentinnen, Sozialarbeiterinnen und einem Neuropsychologen unterstützt. Unter bestimmten Umständen kann eine neurologische Frührehabilitation in der Neurologischen Klinik durchgeführt werden. Der Direktor der Univ.-Klinik für Neurologie und Neurogeriatrie besitzt die vollen Weiterbildungsberechtigungen für Neurologie (48 Monate), die Schwerpunktbezeichnung Intensivmedizin (24 Monate) und die Zusatzbezeichnung Geriatrie (18 Monate). Die Weiterbildungsberechtigungen für Neurophysiologie, Elektroenzephalographie, Doppler- und Duplexsonographie und Schluckdiagnostik sind ebenfalls in der Universitätsklinik für Neurologie und Neurogeriatrie vorhanden.

Ältere Patienten mit neurologischen Erkrankungen werden auf 35 Betten in der Neurogeriatrie behandelt. Spezielle (neuro-)geriatrische Komplexbehandlungen über ein bis drei Wochen beinhalten neben spezialisierten geriatrischen Pflegeleistungen und ein umfangreiches Rehabilitationsprogramm. Das neurogeriatrische Team kann auf sechs Fachärzte für Neurologie mit der Zusatzbezeichnung Geriatrie, zwei Neuropsychologen sowie ein kompetentes Team von spezialisierten Kotherapeuten (Ergotherapie, Logopädie, Physiotherapie, Physikalische Therapie) zurückgreifen. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit der Universitätsklinik für Geriatrie (Direktor Prof. Lakomek) aber auch allen anderen Kliniken und Instituten des JWK ermöglicht dabei die fachübergreifende Betreuung unserer Patientinnen und Patienten.

Im Akutbereich werden alle Erkrankungen des zentralen und peripheren Nervensystems und der Muskulatur  mit besonderem Schwerpunkt im Bereich der Neurologischen Intensivmedizin und Schlaganfallbehandlung nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen diagnostiziert und behandelt. Die Universitätsklinik für Neurologie und Neurogeriatrie behandelt dafür auf 6 eigenständigen neurointensivmedizinischen Betten mit voller Beatmungskapazität mit einem Ärzte-Team, das auf gesamthaft acht Fachärzte für Neurologie mit der Schwerpunktbezeichnung Intensivmedizin oder spezielle neurologische Intensivmedizin zurückgreifen kann.

Schlaganfallpatienten werden auf einer der ersten drei Stroke Units Deutschlands (etabliert 1996) sowie der ersten deutschen, durch die Europäische Stroke Organization als Stroke Center zertifizierten, überregionalen Stroke-Unit nach den aktuellsten Standards versorgt. Für die neuesten interventionellen Behandlungstechniken (z.B. Thrombektomie) kooperiert die Universitätsklinik für Neurologie und Neurogeriatrie mit umliegenden Kliniken über die Kreis- und Landesgrenzen hinaus. Durch die interdisziplinäre Behandlung zusammen mit der Universitätsklinik für Neurochirurgie und dem Institut für (Neuro-)radiologie ist hier eine flächendeckende Versorgung rund um die Uhr gesichert (24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche, 365 Tage im Jahr).

Zum weiteren Leistungsspektrum gehören Diagnose und Therapie von Gehirn- bzw. Rückenmarkserkrankungen (z. B. Schlaganfälle, epileptische Anfälle, Migräne, Multiple Sklerose und andere entzündliche Erkrankungen, gut- oder bösartigen Tumore, Bewegungsstörungen wie Morbus Parkinson) sowie Erkrankungen des peripheren Nervensystems (z. B. Guillain-Barré-Syndrom) und der Muskeln.

Eine intensive Kooperation mit den übrigen Abteilungen des Klinikums, niedergelassenen Kollegen und Rehabilitationseinrichtungen sichert die bestmögliche Versorgung.