Universitätsklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Von Anfang an in guten Händen

Geburtshilfe

In der Mindener Universitätsklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe werden jährlich mehr als 2.000 Kinder geboren. Hochqualifizierte ärztliche Geburtshelfer*innen und Hebammen sowie eine moderne Ausstattung des Kreißsaals gewährleisten die Geburt in angenehmer und sicherer Atmosphäre.

Schon vor der Geburt können Schwangere aus den Kursangeboten der Elternschule, von der Geburtsvorbereitung über die Wassergymnastik für Schwangere bis hin zur geburtsvorbereitenden Akupunktur, wählen.

Bei kompliziertem Schwangerschafts- oder Geburtsverlauf bietet das Universitätsklinikum Minden als Haus der Maximalversorgung alle erdenklichen Versorgungsmöglichkeiten für Mutter und Kind. Kurze Wege – Kaiserschnitt-OP im Kreißsaal, eine neonatologische Intensivstation mit 15 Beatmungsbetten in der unmittelbar angeschlossenen Kinderklinik – und ein immer zur Verfügung stehendes Team aus Hebammen, ärztlichen Geburtshelfer*innen, Narkoseärzt*innen und Kinderärzt*innen sorgen für einen optimalen Start ins Leben.

Nach der Geburt stehen auf der integrativen Wochenstation Kranken- und Kinderkrankenschwestern unterstützend und beratend zur Seite.

Der Kreißsaal

An die Geburt eines Kindes werden sich Mütter und Väter immer erinnern. Das Team der Klinik begleitet werdende Eltern bei diesem Erlebnis und geht dabei auf alle individuellen Bedürfnisse ein.

Rund um die Uhr sind immer mindestens zwei Hebammen, ein*e Kreißsaalarzt*ärztin und ein*e geburtshilfliche*r Oberarzt*ärztin für die werdende Mutter zuständig. Diese Ärzt*innen sind im Haus und dementsprechend sofort verfügbar.

Ebenso sind Kinderärzt*innen und Narkoseärzt*innen rund um die Uhr im Klinikum präsent und damit ständig für Mutter und Kind verfügbar.

Der Kreißsaal befindet sich im Eltern-Kind-Zentrum (ELKI) im Johannes Wesling Klinikum Minden im ersten Stock. Telefonische Rückfragen sind im Kreißsaal unter Telefon 05 71 / 7 90 13 10 jederzeit gerne möglich.

Im Kreißsaal gibt es:

  • ein Vorwehenzimmer
  • vier moderne Kreißsäle mit Blick auf das Wiehengebirge, davon drei mit bequemen, breiten Entbindungsbetten, alle umrüstbar zum Gebärstuhl. Alle Räume sind mit einem Bad mit Dusche und WC ausgestattet. Haltetücher, Pezzibälle, Entspannungshocker und Gebärhocker mit Matte stehen selbstverständlich zur Verfügung.
  • einen Kreißsaal mit großer Gebärwanne für Wassergeburten und Entspannungsbäder unter der Geburt
  • einen Operationssaal für Kaiserschnitte
  • einen Neugeborenenversorgungsraum, in welchem die Erstversorgung erfolgt, falls das Kind nach der Geburt intensiver betreut werden muss oder zu früh geboren wurde. Danach kann, falls notwendig, die Verlegung auf die Kinderintensivstation der direkt angeschlossenen Kinderklinik erfolgen.

Zur Geburtserleichterung gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  • Medikamentöse Schmerzerleichterung
  • Periduralanästhesie unter der Geburt
  • Homöopathie
  • Akupunktur
  • Entspannungsbäder
  • Aromatherapie
  • Transcutane Elektrostimulation

Das Klinikteam berät werdende Eltern bei offenen Fragen sehr gern.

Nach der Geburt wird das Kind nach Möglichkeit sofort auf den Bauch der Mutter gelegt. Auf Wunsch können Mutter und der*die Partner*in die Nabelschnur selbst durchtrennen. In warme Tücher gehüllt verbleibt das Kind auf dem Bauch der Mutter. Erfahrene Pflegekräfte unterstützen gerne beim Anlegen an die Brust.

Nach Geburt des Mutterkuchens und Versorgung etwaiger Geburtsverletzungen erfolgt die erste Untersuchung (U1) des Kindes durch den*die Kreißsaalarzt*ärztin. Über die Möglichkeit der Verabreichung von Prophylaxen für das Kind werden die Eltern vor Ort umfassend aufgeklärt und können darüber selbst entscheiden. Anschließend wird das Kind gemessen und gewogen. Beim ersten Bad können Mutter oder ihre Begleitung gerne selbst tätig werden.

Kaiserschnittentbindungen werden ebenfalls in Regionalanästhesie (Peridural- bzw. Spinalanästhesie) durchgeführt. Die Anwesenheit des Vaters im Kaiserschnittoperationssaal ist möglich. Bei einer Kaiserschnittgeburt kann das Kind sofort nach der Geburt zur Mutter auf den Oberkörper gelegt werden (sogenanntes „Bonding") oder von dem*der Partner*in, neben der Mutter sitzend, gehalten werden.

Das Klinikteam verfügt über reichlich Erfahrung bei der Betreuung von vaginalen Beckenendlagenentbindungen und Mehrlingsgeburten. Es berät diesbezüglich gerne in einem vorgeburtlichen Gespräch mit dem*der geburtshilflichen Oberärzt*in in der Kreißsaalsprechstunde (Terminabsprache unter Telefon 05 71 / 7 90 13 10).

Falls im Geburtsverlauf Risiken auftreten, oder das Kind zu früh geboren wird, ist selbstverständlich ein*e Kinderärzt*in bei der Geburt anwesend.

Nach zweistündiger Überwachung im Kreißsaal werden Mutter und Kind auf die Wochenstation verlegt.

Ist eine ambulante Entbindung gewünscht, verlängert sich die Beobachtungszeit im Kreißsaal auf 4 bis 6 Stunden. Vor der Entlassung wird ein*e Kinderärzt*in das Kind untersuchen.

Zur eigenen Sicherheit für Mutter und Kind sollte die Nachsorge durch eine Hebamme, eine*n Frauenarzt*ärztin und eine*n Kinderarzt*ärztin gewährleistet sein.

Virtuelle Kreißsaalführung

Derzeit können leider bis auf Weiteres aufgrund der aktuellen Coronavirus-Entwicklungen keine Kreißsaalführungen stattfinden.

Um dennoch einen Eindruck von den Mindener Kreißsälen sowie des ELKI zu geben, gibt es eine virtuelle 3D-Kreißsaalführung sowie einen kleinen Film.

Um einen Eindruck von der Geburtsstation und den Kreißsälen zu bekommen, klicken Sie auf den 3D-Rundgang. Hier können Sie sich frei in unseren Räumen bewegen und sich mit den Räumlichkeiten vertraut machen. Die Info-Punkte machen Sie auf interessante Details aufmerksam. Schauen Sie sich in Ruhe um! Bei Fragen können Sie den Kreißsaal jederzeit kontaktieren.

Der 3D-Rundgang wurde vom ELKI-Förderverein finanziert. Ein herzliches Danke dafür an den Förderverein!

In einem kleinen Film werden neben den Räumen auch einige der Mindener Hebammen gezeigt, die die Philosophie des Klinikteams vorstellen. Schauen Sie rein, wie bei uns eine Geburt abläuft. Wir sind auch weiterhin für Sie, für Ihr Baby und für Ihren Partner da!

In einem kleinen Film wollen wir Ihnen neben unseren Räumen auch einige unserer Hebammen und unsere Philosophie näher bringen. Schauen Sie rein, wie bei uns eine Geburt abläuft. Wir sind auch weiterhin für Sie, für Ihr Baby und für Ihren Partner da!

Die Geburt

Die Geburt eines Kindes gehört zu den aufregendsten und schönsten Erfahrungen im Leben. Dieses bedeutsame Ereignis soll natürlich so wenig belastend und sicher wie möglich für Mutter und Kind gestaltet werden. Die ärztlichen Geburtshelfer*innen und Hebammen der Mindener Universitätsklinik stehen Müttern, ihrem Kind und ihrem*ihrer Partner*in hierbei zur Seite.

Aufklärung ist extrem wichtig

Bei kompliziertem Schwangerschafts- oder Geburtsverlauf werden im Johannes Wesling Klinikum als Haus der Maximalversorgung alle erdenklichen Versorgungsmöglichkeiten für Mutter und Kind angeboten. Das Team der Geburtsklinik sorgt für einen optimalen Start ins Leben. Bereits vor der Geburt können verschiedene Angebote genutzt werden, um über die Schwangerschaft zu sprechen, aufzuklären, aber auch um Ängste zu nehmen.

Aus verschiedenen Kursangeboten der Elternschule, von der Geburtsvorbereitung über die Wassergymnastik für Schwangere bis hin zur geburtsvorbereitenden Akupunktur kann aus einem breiten Spektrum an Angeboten gewählt werden.

Schmerzarme Geburt

Jede Frau erlebt die Geburt ihres Kindes anders und auch die unter der Geburt auftretenden Wehen werden unterschiedlich intensiv empfunden. Sie sind vor allem von der Größe und Lage des Kindes, Stärke der Wehen und Erfahrungen aus vorangegangenen Geburten abhängig. Die in Schwangerschaftskursen erlernten Atmungs- und Entspannungstechniken sind im Umgang mit dem Geburtsschmerz sehr hilfreich. Auch wenn viele Schwangere die Geburt ohne weitere Hilfsmittel erleben, gibt es oftmals Situationen, in denen diese Methoden nicht ausreichen und eine zusätzliche Schmerzlinderung benötigt wird. Hierbei unterstützt das Klinikteam. Da jede Geburt und die Intensität des Wehenschmerzes unterschiedlich sind, kann eine Linderung der Schmerzen helfen, neue Kraft zu schöpfen und aktiv bei der Geburt des Kindes mitzuhelfen. Schmerzen können mit den Verfahren der modernen Anästhesie wirksam gelindert werden. Vorbehalte gegen eine Schmerzbehandlung während der Geburt aus Angst, die Schmerzmittel könnten Mutter und Baby schaden, sind unnötig, da grundsätzlich nur Mittel eingesetzt werden, die nicht schaden können. Die Risiken und Nebenwirkungen der Schmerzbehandlung für Mutter und Kind sind äußerst gering.

Und nach der Geburt?

Nach der Geburt wird die Zeit mit dem Baby auf der Mutter-Kind-Station genossen. Das Team ermöglicht ein 24-Stunden-Rooming-In und damit gemeinsame Zeit rund um die Uhr. Auch ein Familienzimmer ist möglich. Für die Kreislaufstärkung wird die Möglichkeit zur Wochenbettgymnastik empfohlen. Dabei wird in jedem Fall Rücksicht auf das Ruhebedürfnis der Mutter genommen. So starten Mutter und Kind optimal versorgt ins neue Glück.

Wochenbett und Stillen

Aus dem Kreißsaal werden Mutter und Kind nach etwa zwei Stunden auf die Mutter-Kind-Station verlegt. Hier werden beide in den ersten Tagen nach der Geburt von einem kompetenten Team aus Krankenschwestern und Kinderkrankenschwestern betreut. Speziell ausgebildete Still- und Laktationsberaterinnen (IBCLC) beraten gern. Außerdem stehen jederzeit die ärztlichen Geburtshelfer*innen zur Verfügung.

Das Klinikteam ermöglicht ein 24-Stunden-Rooming-In und damit gemeinsame Zeit rund um die Uhr. Auch ein Familienzimmer ist möglich.

Auf der Mutter-Kind-Station gibt es:

  • 1- bis 2-Bettzimmer mit Dusche und WC
  • Fernseher und Telefon
  • Wickelmöglichkeit im Zimmer
  • Stillzimmer mit Babywannen und Wickelplätzen
  • Ein „Zwergenstübchen“ als Beobachtungsraum für Baby, falls etwas erledigt werden muss
  • Ein Eltern-Bistro, in dem ungestört gelesen und geredet werden kann

Jeweils eine (Kinder-)Krankenschwester ist sowohl für Mutter als auch Kind zuständig, so dass eventuell auftretende Probleme sachkundig behandelt werden können. In jeglicher Weise werden Mütter beim Umgang mit ihrem Kind, beim Baden und Wickeln unterstützt. Besonders wichtig ist die Stillunterstützung nach einem eigenen Konzept als babyfreundliche Geburtsklinik, wobei hier spezielle Still- und Laktationsberaterinnen (IBCLC) unterstützen.

Das Neugeborene wird dem*der Kinderarzt*ärztin zur zweiten Vorsorgeuntersuchung (U2) vorgestellt, bekommt eine Blutentnahme zur Früherkennung von angeborenen Stoffwechselerkrankungen und einen Hörtest sowie, wenn es erforderlich ist, eine Ultraschalluntersuchung der Hüften und der Nieren.

Für die Kreislaufstärkung wird täglich die Möglichkeit zur Wochenbettgymnastik angeboten, aber in jedem Fall auch dem Ruhebedürfnis zum Kräftesammeln nach der Geburt Rechnung tragen.

Feste Besuchszeiten für Väter und Geschwisterkinder gibt es auf der Mutter-Kind-Station nicht. Freund*innen, Bekannte und Verwandte werden gebeten, darauf zu achten, dass Mutter und Kind in der ersten Phase nach der Geburt nicht unnötig gestört werden.

Das Klinikteam unterstützt die Stillförderung im Sinne eines babyfreundlichen Krankenhauses. Muttermilch ist die sinnvollste Ernährung des Neugeborenen. Deshalb wird beim Stillen unterstützt und beraten. Natürlich wird schon im Kreißsaal, auch nach einem Kaiserschnitt, zum ersten Mal angelegt. Zum Aufbau einer guten Stillbeziehung ist das Rooming-In zu empfehlen, um so oft wie möglich anlegen zu können. Um auch optimale räumliche Voraussetzungen und Ruhe zu schaffen, ist auf der Mutter-Kind-Station ein spezielles Stillzimmer eingerichtet.

Stillförderung soll nicht mit der Aufnahme in die Frauenklinik beginnen und mit der Entlassung aus der Klinik enden. Damit bei Schwierigkeiten das Stillen nicht frühzeitig beendet wird, unterstützen Still- und Laktationsberaterinnen (IBCLC) auch über die Entlassung hinaus. Internationale und nationale Empfehlungen raten, Säuglinge idealerweise mindestens die ersten 6 Monate zu stillen.

Gerne wird eine Hebammenliste für die häusliche Wochenbettbetreuung ausgehändigt. Per Gesetz steht einer Mutter im Wochenbett Hebammenhilfe zu.

Elternschule und Kurse

Die Elternschule wird von der Hebamme Gabriele Gurgel-Gieras geleitet.

Hebammen, Kinderkrankenschwestern und Physiotherapeutinnen der Universitätsfrauenklinik Minden bieten Ihnen vor und nach der Geburt folgende Kurse an:

Geburtsvorbereitende Kurse
Zur ganzheitlichen Vorbereitung auf die Geburt und das Wochenbett werden Kurse für werdende Mütter angeboten. Bewusstes Atmen, Entspannung, Körperwahrnehmung sowie das Kennenlernen verschiedener Gebärpositionen werden zu einem positiven Geburtserlebnis verhelfen. An drei Abenden kann der*die Partner*in an dem Kurs teilnehmen. Die Kurse werden von den gesetzlichen und vielen privaten Krankenkassen übernommen.

Schwimmen in der Schwangerschaft
In der Abteilung für physikalische Medizin im Johannes Wesling Klinikum Minden wird für alle, die Lust an Bewegung und Fitness haben, der Kurs „Schwimmen in der Schwangerschaft“ angeboten. Verschiedene Übungen im Wasser bereiten auf die Geburtsarbeit vor.

Säuglingspflege
Dieses Angebot richtet sich besonders an Eltern, die ihr erstes Kind erwarten: wickeln, baden, pflegen, stillen und vieles mehr werden eingehend besprochen und geübt. Auch ein Kinderarzt*eine Kinderärztin vermittelt durch umfassende Beratung Sicherheit, um die Zukunft mit Kind ruhig und gelassen beginnen zu können.

Rückbildungsgymnastik
Frühestens acht Wochen nach der Geburt haben sich alle schwangerschaftsbedingten Veränderungen im Körper einer Frau weitgehend zurückgebildet. Nun ist es an der Zeit, die Muskulatur wieder zu trainieren, um körperliches Wohlbefinden und Fitness zurück zu gewinnen.

Babyschwimmen
Für Babys zwischen dem vierten und achten Monat wird in der Abteilung für physikalische Medizin im Johannes Wesling Klinikum Minden Babyschwimmen in Begleitung einer Hebamme angeboten.

Lernen Sie das Klinikteam kennen

Alle
Leitung
Oberärzte
Fachärzte
Assistenzärzte

Univ.-Prof. Dr. Philipp Soergel, MHBA
Direktor
Gynäkologische Onkologie und Spezielle Geburtshilfe und Perinatalmedizin

Telefon: 05 71 / 7 90 41 01
E-Mail: frauenklinik-minden[at]­muehlenkreiskliniken[dot]de

Stella Bredemeier
Leitende Oberärztin Geburtshilfe
Spezielle Geburtshilfe und Perinatalmedizin

Viktoriya Kortschak
Leitende Oberärztin Gynäkologie

Willibroad Che Chi
Geschäftsführender Oberarzt
Koordinator Brustzentrum Minden-Herford

Dr-medic. (Univ. Cluj-Napoca) Isabell Mösler
Oberärztin

Annika Christine Kanzenbach
Oberärztin

Tabea Sieling
Fachärztin

Dr. Mirjam Heimhalt-El Hamriti
Fachärztin

Dr. Katharina Woltersdorf
Fachärztin

Henning-Nikolas Amendt
Assistenzarzt

Marie Christine Dücker
Assistenzärztin

Dr. Annika Heinisch
Assistenzärztin

Galina Kiunka
Assistenzärztin

Christine Dorothee Lüker
Assistenzärztin

Muhamed Mahmoud
Assistenzarzt

Auriane Nzalli
Assistenzärztin

Zehra Türkal
Assistenzärztin

Dr. med. univ. Pia Marleen Wiehofsky
Assistenzärztin

Serhat Yüksel
Assistenzarzt

Shqipdona Lajci Nikqi
Assistenzärztin

quote icon
Umfassende Hilfe aus einer Hand: Bei uns steht Ihre Gesundheit im Mittelpunkt.
– Univ.-Prof. Dr. Philipp Soergel, MHBA
Klinikfinder