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Notaufnahmen Zu den MKK-Notaufnahmen

Diagnostik vor und nach der Operation

1. Ultraschall der Brust
Die Ultraschalluntersuchung der Brust (Mamma-Sonographie) hat in den letzten Jahren große technische Fortschritte gemacht. Auch kleinere, noch nicht tastbare Befunde kann man damit heute erkennen. Die Sonographie ist auch eine bewährte Methode, um Zysten und Tumore zu unterscheiden. Man kann heute Knoten in drei Ebenen darstellen. Solche Geräte setzen wir im Brustzentrum ein. Die Ultraschall- untersuchung der Brust wird im Rahmen der Vorstellung in der Brustsprechstunde durchgeführt.

2. Mammographie
Die Mammographie ist noch immer die zuverlässigste Methode in der Früherkennung von Brustkrebs. Hierbei wird die Brust in zwei Ebenen geröntgt. Auch sehr kleine, nicht tastbare Knoten können so erkannt werden. Es ist ferner das einzige Verfahren, mit dem Mikroverkalkungen sicher nachgewiesen werden können. Dies ist insofern wichtig, da Verkalkungen in den Milchgängen auf Krebsvorstufen oder sogar auf fortgeschrittene Krebsformen hinweisen können.

Bei einer Mammographie, die im Institut für Radiologie und Nuklearmedizin des Johannes-Wesling-Klinikum durchgeführt wird, erfolgt in jedem Fall eine Doppelbefundung durch Ober- und Chefarzt. Ebenso werden auswärtig bereits erfolgte Aufnahmen mitbeurteilt und ggf. durch Vergrößerungs- und Spezialaufnahmen ergänzt. Anschließend bespricht der Radiologe die Untersuchungsergebnisse mit dem behandelnden Gynäkologen.

Mammographiegerät und Mammographie (re. Brust)

3. MR-Mammographie
In schwierigen Fällen, in denen Mammographie und Sonographie nicht zur Klärung des Brustkrebsverdachtes ausreichen, steht die Kernspinmammographie (auch MR-Mammographie genannt) zur Verfügung. Diese Untersuchung kann wertvolle Informationen zur Bewertung eines Knotens liefern. Sie spielt ferner eine wichtige Rolle bei sehr röntgendichtem Brustgewebe und nach Implantation einer Brustprothese.

Kernspintomographie und MR-Mammographie

4. Entnahme einer Gewebeprobe (Biopsie)
Die Gut- oder Bösartigkeit eines Gewebes kann erst durch die feingewebliche Untersuchung (Histologie) beurteilt werden. Dafür muss in schonender Weise Gewebe entnommen werden. Prinzipiell stehen drei verschiedene Methoden zur Verfügung. In allen Fällen untersucht der Pathologe anschließend das Gewebe unter dem Mikroskop.

4.1. Stanzbiopsie
Ein Gewebsknoten wird unter Bildkontrolle (meist per Ultraschall) lokalisiert. Nach örtlicher Betäubung werden mit einer Hohlnadel mehrere Gewebeproben aus dem Knoten gewonnen (=Hochgeschwindigkeitsstanzbiopsie). Liegt eine Gewebeprobe bei der Vorstellung in der Brustsprechstunde noch nicht vor, so wird die Stanzbiopsie im Rahmen der Brustsprechstunde durchgeführt. Der Befund liegt innerhalb von 24 – 48 h vor. Die Patientinnen, sowie der einweisende Arzt (Hausarzt/ Frauenarzt) , werden telefonisch über den Befund informiert.

4.2. Vacuumbiopsie
Wenn krebsverdächtige Verkalkungen oder Verdichtungen vorliegen, können diese Herde digital lokalisiert und weiter geklärt werden. Es steht eine spezielle Liege zur Verfügung, die Zielaufnahmen der Brust in Bauchlage erlaubt. Aus dem auffälligen Gewebe kann nach einer örtlichen Betäubung eine gezielte Probe entnommen werden (=Vacuumbiopsie).

Digitale Biopsieeinheit und Vacuumbiopsie

4.3. Offene PE (Probeentnahme)
Nicht immer ist die Stanz- oder Vacuumbiopsie geeignet. Dann muss der auffällige Bezirk durch eine Operation entfernt werden. Je nach Befund können größere Gewebeareale mit einem kleinen Draht markiert werden, der die sichere Entfernung des Gewebes im Rahmen einer kleinen Operation ermöglicht.

Im Institut für Pathologie im Johannes-Wesling-Klinikum Minden werden die Gewebeproben durch spezialisierte Pathologen untersucht und beurteilt. In dringenden Fällen geben diese den Befund unmittelbar telefonisch weiter an den behandelnden Arzt. Bei der Untersuchung des Gewebes auf Gut- oder Bösartigkeit werden zusätzlich prognostisch wichtige Gewebemerkmale wie Hormonrezeptoren und Her-2neu-Rezeptoren bestimmt.

Staging-Untersuchung (Metastasensuche)
Vor oder direkt nach der Operation werden folgende Untersuchungen immer durchgeführt:

  • Ultraschall der Leber
  • Gynäkologischer Ultraschall
  • Knochenszintigramm
  • Röntgen der Lunge (=Rö-Thorax)

Dies ist wichtig für die Festlegung der weiteren Therapie nach der Operation, d.h. es wird mit Hilfe der o.g. Untersuchungen kontrolliert, ob sich in anderen Organen (Leber, Lunge, Knochen, Eierstöcke) bereits Metastasen angesiedelt haben. Sind die Befunde nicht eindeutig, werden eventuell weitere Untersuchungen (CT, MRT) durchgeführt.

Bei besonderen Fragestellungen kann zur Metastasensuche seit 2008 im Johannes Wesling-Klinikum auch ein PET-CT durchgeführt werden.

1. PET-/ CT
Das PET-/CT steht für die Kombination der Verfahren Positronen Emissions Tomographie (PET) und Computertomographie (CT). Die PET ist ein nuklearmedizinisches Verfahren, bei dem die Verteilung von radioaktiv markierten Biomolekülen im menschlichen Körper aufgezeichnet wird. Dazu werden dem Patienten winzigste Mengen der radioaktiven Substanz über eine Vene gespritzt. Bei den radioaktiv markierten Substanzen handelt es sich fast ausschließlich um Moleküle, die auch natürlich im Körper vorkommen und daher normalen Stoffwechselvorgängen folgen. Die PET-Kamera ermöglicht eine Aufzeichnung dieser Stoffwechselaktivitäten. Krebszellen wiederum weisen ein schnelleres Wachstumsverhalten auf als normale Zellen, so dass ihre Stoffwechselaktivitäten deutlich erhöht sind und sich damit in den PET-Aufnahmen vom gesunden Gewebe unterscheiden.

Wichtig: Die gesetzlichen Krankenkassen zahlen die Untersuchung bisher nur für Lungenkrebs und in verhandelten Einzelfällen.

Anmeldung und Kontakt unter:
Institut für Radiologie und Nuklearmedizin im Johannes Wesling-Klinikum
Telefon: 0571 790-4647

Anmeldung zur Brustsprechstunde:
Spezialambulanz der Frauenklinik in der Zeit von:
Montags – Donnerstags von 08.00 – 16.00 Uhr
Freitags von 08.00 – 14.30 Uhr
Telefon: 0571 790-4150