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Disease Management Programm (DMP)

Die vom Gesetzgeber in Deutschland eingeführten Disease Management Programme (DMP) sind strukturierte Behandlungsprogramme speziell für chronisch erkrankte Menschen. Nach der gesicherten Diagnosestellung „Brustkrebs“ werden die Patientinnen von ihrer Krankenkasse über das DMP informiert.

Die Einschreibung in das Behandlungsprogramm ist freiwillig und auf 5 Jahre ausgerichtet. Das Programm kann jederzeit ohne Angaben von Gründen verlassen werden. Die Patientenorientierung ist ein wesentliches Merkmal dieser Versorgungsform. Die Patientin soll in alle Entscheidungen und Behandlungsschritte einbezogen und durch den Medizinbetrieb begleitet werden. Von der Diagnose über die Therapie bis hin zur Nachsorge kann sie eine kompetente und umfassende Betreuung erwarten. Bei Bedarf wird der Kontakt zu unterstützenden Maßnahmen (Psychoonkologie) und zu Selbsthilfegruppen vermittelt.

Einschreibung
Der koordinierende Vertragsarzt, d. h. der niedergelassene Frauenarzt, der am DMP-Programm teilnimmt und einen Vertrag mit der jeweiligen Krankenkasse abgeschlossen hat, wählt die für das Programm geeigneten Patientinnen nach folgenden Einschreibekriterien aus:

Einschreibekriterien für Patientinnen mit Brustkrebs:

  • Der histologische Nachweis eines Mammakarzinoms oder Rezidiv. Die Diagnose wird in der Regel vor dem therapeutischen Eingriff gestellt.
  • Die Diagnosesicherung liegt nicht länger als 5 1⁄2 Jahre zurück.
  • Das Vorliegen von Fernmetastasen bei bekanntem Brustkrebs, unabhängig vom Zeitpunkt der Erstdiagnose.


Die Patientin

  • hat die Bereitschaft und die Möglichkeit, aktiv am Programm teilzunehmen;
  • erhält ein Merkblatt, auf dem das Ziel, die Inhalte und der Ablauf des DMP dargestellt sind;
  • erhält eine Datenschutzinformation, in der detailliert der Datenfluss erläutert wird;
  • unterschreibt eine Teilnahme-/Einwilligungserklärung (TE/EWE), in der sie u. a. bestätigt, dass sie die Programm- und Versorgungsziele kennt, den koordinierenden Arzt ausgewählt hat und die Nutzung ihrer Daten autorisiert;
  • füllt gemeinsam mit dem Arzt die Erstdokumentation aus.


Weitere Informationen erhalten Sie bei Ihrer Krankenkasse!