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18.09.2018

Ausgezeichnet: Intensivstation ist besonders angehörigenfreundlich

Pflegewissenschaftlerin überreicht Zertifikat

Im Jahr 2017 wurde die neugestaltete Intensivstation am Krankenhaus Lübbecke-Rahden eröffnet. Zwölf Betten stehen hier zur Verfügung. Jetzt wird die hochmoderne Station von dem Verein Pflege e.V. als „Angehörigenfreundliche Intensivstation“ ausgezeichnet.


Die im vergangenen Jahr neugestaltete Intensivstation des Krankenhauses Lübbecke-Rahden wird vom Verein „Pflege e.V.“ mit dem Zertifikat „Angehörigenfreundliche Intensivstation“ ausgezeichnet. Die Urkunde wird von  der Pflegewissenschaftlerin Professorin Dr. Angelika Zegelin (Universität Witten/Herdecke) im Rahmen einer öffentlichen Informationsveranstaltung am Dienstag, 25. September, um 17 Uhr überreicht. Die Veranstaltung findet im Sozialzentrum des Krankenhauses Lübbecke-Rahden am Standort Lübbecke statt.

Der Aufenthalt auf einer Intensivstation löst bei Angehörigen oft Sorgen und Ängste aus. Die technische Ausstattung, der oftmals hohe Geräuschpegel und die sterile und zweckmäßige Umgebung tragen nicht zur Beruhigung von  Patienten und Angehörigen bei. Das muss nicht so sein. Der Verein „Pflege e.V.“ hat jetzt die Lübbecker Intensivstation als „Angehörigenfreundlich“ zertifiziert. „Bis heute ist es üblich, dass es auf Intensivstationen feste Besuchszeiten gibt. Wir haben sie abgeschafft“, sagt Urte Abbate, Pflegedienstleiterin am Krankenhaus Lübbecke-Rahden. Mit diesem Schritt löst sich das Krankenhaus von einer alten, aber falschen Doktrin, wonach intensivpflichtige Patienten vor Besuchern weitestgehend geschützt werden müssen. „Heute wissen wir, dass die Anwesenheit von vertrauten Personen gut tut und die Heilung unterstützt – vor allem bei intensivpflichtigen Patientinnen und Patienten“, sagt Dr. Brigitte Lehning, Direktorin des Instituts für Anästhesiologie, Intensiv- und Notfallmedizin am Krankenhaus Lübbecke-Rahden. Deswegen gibt es keine eingeschränkten Besuchszeiten mehr. „Im Gegenteil – wir bestärken Angehörige darin, die Patienten zu besuchen, da zu sein, Nähe durch Berührungen auszudrücken und auch vertraute Gegenstände von zu Hause mitzubringen. Bei Bedarf bieten wir auch das Rooming-In auf der Intensivstation an, damit Angehörige bei ihrem Ehepartner, ihren betagten Eltern oder Kindern schlafen können. Mit diesem Angebot sind wir in der Region einzigartig. Der Angehörige wird als Teil des therapeutischen Teams verstanden“, sagt Karsten Preuss, Bereichsleiter der Funktionsdienste am Krankenhaus Lübbecke-Rahden. Auch auf die Ängste der Angehörigen gehen die Ärzte und Pflegekräfte der Intensivstation in Lübbecke ein. Es werden Gespräche geführt, komplexe medizinische Sachverhalte vermittelt und bei Bedarf auch die Funktion von medizinischen Geräten erklärt. „Wir tun alles, damit sich Patienten und Besucher auch auf der Intensivstation wohlfühlen. Darauf haben wir auch baulich großen Wert gelegt. Wir sind überzeugt: Je größer das Wohlbefinden des Patienten, desto besser die Heilung“, sagt die Geschäftsführerin des Krankenhauses Dr. Christine Fuchs.

Die Zertifikatsübergabe ist öffentlich. Professorin Dr. Angelika Zegelin wird in einem Kurzreferat über die Bedeutung einer „Angehörigenfreundlichen Intensivstation“ sprechen. Im Anschluss wird die neue Intensivstation in einem Bildervortrag vorgestellt.